Titelbild Essenheimer Kunstverein

EXH_20_01

06.03.2020 - 29.03.2020

FRANZISKA HÜNIG | BERLIN

ERÖFFNUNG DER AUSSTELLUNG 6. MÄRZ, 20.00 UHR

 

Franziska Hünig im Essenheimer Kunstforum

Am Freitag, dem 6. März, um 20 Uhr eröffnet der Essenheimer Kunstverein die neue Ausstellung mit FRANZISKA HÜNIG unter dem Titel „EXH_20_01“. Hinter dem Titel verbirgt sich ein grandioses Farbgewitter, das den ganzen Raum des Kunstforums erfüllt.
Zur Einführung führt die Künstlerin ein Gespräch mit Andreas Preywisch, dem Kurator der Ausstellung. 

Franziska Hünig wollte immer abstrakt malen.  Sie wollte so malen, als habe eine Riesin ein paar Pinselstriche auf eine Mauer, auf den Überrest eines Gebäudes gemalt. Wie kann man eine solche Idee umsetzen? Mit Riesenleinwänden, Mauern oder ähnlichem? Da begegneten Franziska Hünig Plastikplanen von ausgedienten Werbebannern. Auf solchen Planen lässt sich wunderbar mit Acrylfarbe arbeiten. Diese Entdeckung brachte die Künstlerin zu ihren atemberaubenden Installationen mit bemalten Plastikplanen. Natürlich mit grellen Farben: grün, leuchtend gelb, orange usw. Ist das dann noch Malerei, ja sogar Kunst? Farben sind real, Installationen mit Farben auf Planen sind dann auch Malerei, ja auch Kunst. Wie arbeitet Franziska Hünig? Das geht wohl nur auf dem flachen Boden, sonst gäbe es nur Fließabbilder, keine Farbflächen. Da gibt es auch keinerlei Einschränkungen wie oben, unten, links oder rechts. Das Arbeiten mit der Farbe geschieht mit Pinsel, Rollen und Rakel an langem Stiel, sehr körperlich – Die malende Riesin lässt grüßen. Die Installation am Ausstellungsort erfolgt durch das Schneiden, Anordnen, Hängen und Legen der Bahnen.

Die Künstlerin wurde 1970 in Dresden geboren. Sie studierte von 1996 bis 2001 Bildende Kunst an der Universität der Künste in Berlin. Sie war Meisterschülerin bei Prof. Diehl an der UdK. Seit 2017 ist sie Lehrbeauftragte an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg.

Franziska Hünig lebt und arbeitet heute in Berlin. Eine Verbindung zu Rheinland-Pfalz ergab sich durch ein halbjähriges Stipendium im Schloss Balmoral, wodurch auch die Ministerpräsidentin Malu Dreyer auf die Künstlerin aufmerksam wurde. So kam es 2017 zu einer großen  Installation im Bundesratsgebäude in Berlin. Den ersten Kontakt mit dem Essenheimer Kunstverein gab es bei einer Ausstellung im Abgeordnetenbüro von Manfred Geis im Rheinland-Pfälzischen Landtag.

Die Ausstellung läuft vom 6. bis 29. März. Die Öffnungszeiten sind samstags von 14 bis 18 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist wie stets im  Essenheimer Kunstverein frei, Spenden sind willkommen und erwünscht.

Zur Ausstellung in Essenheim bietet Franziska Hünig eine besondere Edition an.

Gez. AP